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Die Angst des Tormanns ...
34. XXL-GottesEXTRAdienst für Ausgeschlafene in Umkirch
25. Juli 2010. Sie prägte diesen Sommer, und
nun rankte sich auch der 34. XXL-GottesEXTRAdienst für Ausgeschlafene um
der Deutschen liebstes Thema: die Fußball-Weltmeisterschaft. Genau
genommen fiel der Spot auf einen Einzigen: den Tormann und sein Leben in einer
7,32 Meter breiten und 2,44 Meter hohen Welt.
Als ein "Tormann" ganz eigener Art bereicherte Interviewgast Sebastian Ennigkeit den Gottesdienst. Durch die gewohnt tiefgründigen Fragen von Moderator Jan Völkel erfuhren die Besucher viel über dessen früheren Studentenjob als Türsteher vor verschiedenen Freiburger Clubs und Diskotheken. Da konnte es schon einmal vorkommen, dass ein Nachtschwärmer das Lokal mit einem Luftgewehr betreten wollte und um sich schoss. Heute ist Sebastian Ennigkeit Mitarbeiter am Arnold-Bergsträsser-Institut in Freiburg, wo er den Bereich internationale Migration betreut. Ob er noch einmal als "Tormann" tätig sein wollte? Sebastian Ennigkeit verneinte ganz klar.
Eine biblische Geschichte nahm sich das
Theaterteam als Grundlage für eine etwas neuere Interpretation.
Zöllner Zachäus, der damals als "Tormann" von sich reden
machte (dargestellt von Marius Blüm), leidet unter dem Zwiespalt von
Nähe und Abgrenzung. Die Psychotherapie kann ihm nicht helfen, und so
kommt es, wie es kommen musste: Jesus läuft ihm über den Weg und
hilft ihm, sein Leben als Tormann ganz neu zu gestalten.
In seiner Ansprache zog Pfarrer Fritz Breisacher Parallelen zwischen den Ängsten eines Fußball-Tormanns und dem "normalen" Leben: die Täuschung des Gegners, die Frage, in welche Ecke man springen soll und vor allem die Verantwortung, die man trägt -- dies alles könne für einen Menschen sehr belastend sein. Wer wie Zachäus glaube, zu kurz zu kommen, dürfe sich ganz in Jesus fallen lassen. Der nämlich schaue nicht auf Leistung, sondern akzeptiere jeden so wie er ist.
Musikalisch unterstrich die XXL-Band mit Songs wie
"Vielleicht" von Christina Stürmer, "No one knows my
heart" oder dem gefühlvollen "Hallelujah" von Leonard Cohen
die Gefühle, die sich nicht nur bei dem Mann zwischen den zwei Torpfosten,
sondern bei jedem von uns einstellen können. Ein schönes,
stimmungsvolles Finale bot das Lied "O happy day", bei dem auch
sangesfreudige Gottesdienstbesucher ihr Bestes gaben.
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