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Wenn Rosi vom Falschen schwanger wird...
Männer und ihre Probleme im Mittelpunkt beim 11. XXL-GottesEXTRAdienst für Ausgeschlafene
Umkirch, 07.04.2003. Vor vollem Hause feierte gestern
die Evang. Kirchengemeinde Umkirch ihren 11. "XXL-GottesEXTRAdienst
für Ausgeschlafene" im Evang. Gemeindezentrum. Rund 180 Besucher
hatten sich zum provokanten Thema "Männer haben nie Probleme!"
einladen lassen, im Rahmen dieses Gottesdienstes über die Stärken und
Schwächen der Männer nachzudenken.
Schon mit dem Eröffnungsstück "Macho, Macho" der hervorragend aufspielenden XXL-Band wurde klar, zwischen welchen Extremen sich die heutige Männer hin- und herbewegen. Von der Mutti noch "Sepperl" genannt, wackeln sie längst als "Unterhosenmodel" mit ihrer Wespentaille, werden als "Apollo" bewundert und als "Lustobjekt" verwöhnt, zugleich aber auch als "Depperl" verhöhnt.
Wie problematisch Männerleben also sein
können, führte Ernst Lederle, Konfliktberater bei der Freiburger
Polizei, im Gespräch mit Moderator Jan Völkel aus. Männer seien
oft fatalistisch: Entweder würden Probleme verschwiegen, oder gleich mit
Aggression geantwortet. Erst langsam habe sich die Erkenntnis durchgesetzt,
dass auch Männer über ihre Gefühle sprechen und nach
Problemlösungsstrategien suchen müssten. Inzwischen hätten auch
Männer den Mut, Angst und Enttäuschung zu zeigen.
Nachdem der Gospelchor "RainbowSingers" mit
dem Groenemeyer-Klassiker "Männer" seine Fähigkeiten auch
auf dem Gebiet der Popmusik unter Beweis gestellt hatte, führte die
XXL-Theatergruppe unter Leitung von Claudia Pflaum Wunschdenken und
Realität der Männerwelt humorvoll vor Augen. Fünf Kerle
unterschiedlicher Couleur prahlen mit ihrem Erfolg und ihrer Potenz. Doch
schrittweise wird klar: Der Banker ist für seine Chefin keineswegs der
unentbehrliche Abteilungsleiter, der Draufgänger nicht der allzeit potente
Prolet, der Professor bei seinen Studentinnen nicht der beliebte Dozent, und
Paul entgegen eigener Einschätzung auch nicht der Vater des neugeborenen
Kindes, das seine Frau Rosi soeben auf die Welt gebracht hat. Eine Ansammlung
von Männern also, die auf den Schein mehr Wert legen als auf das Sein.
Die zentrale Aussage zum Thema brachte
Pfarrer Fritz Breisacher in seiner Ansprache: Die drei größten
Männerprobleme seien Freundschaft zu anderen, Beziehung mit der Partnerin
und der Glaube an Gott. Es sei doch merkwürdig, dass man Dinge wie Lesen,
Schreiben und Rechnen in der Schule lernen könne, Dinge wie der Umgang mit
sich selbst und auch mit anderen Menschen jedoch selbst erlernt werden
müssten. Wie eine Bedienungsanleitung von technischen Geräten
könne die Bibel dabei als "Handbuch des Lebens" dienen. Hierin
sei der göttliche Willen männlicher (und natürlich auch
weiblicher) Lebensführung erkennbar. Die Fragen des anschließenden
Kreuzverhörs konzentrierten sich auf die Möglichkeiten, wie die
Männerprobleme in den Griff zu kriegen seien, bis zu welchem Punkt
christlicher Glaube dafür ausreichend und ab wann professionelle Hilfe
notwendig sei.
Zum Schluss des Gottesdienstes hieß es Abschied
nehmen von der langjährigen XXL- und Kindergottesdienstmitarbeiterin Ines
Hofmann, die aus beruflichen Gründen für mindestens ein Jahr nach
Namibia geht. Fritz Breisacher überreichte ihr seitens der Kirchengemeinde
ein "Überlebenspack" mit allen guten Wünschen.
Im anschließenden BistroCafé blieben die meisten Besucher noch bei Pizza, Brezeln und Reisspießen lange Zeit sitzen. Zuvor hatten im Kinderprogramm (diesmal von Barbara Gassenbauer, Sabine Lotze und Helfern organisiert) 26 Kinder parallel zum XXL-GottesEXTRAdienst nicht nur eine spannende Geschichte zum Thema "Angst" gehört, sondern auch begeistert gesungen und gebastelt.
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